"Bein Wirt'n"
von Richard Lux-Rubenser

Letztens steh i so bein Wirt’n
und trink den dritten oder vierten,
vielleicht aa scho den zwölften G’spritzten
und hob an ziemlich leicht’n sitzen.

Do siech i drüben in da Mitt’n
a blonde Taub’n mit scheene Ti…. tiafblaue Aug’n.
Und weil der Wein mir hebt die Triebe
entbrenne ich sofort in Liebe.

Drum bin i aa glei ummegaunga,
doch do siech i so a Launga
brot scho bei mein Schatzerl ei.
I denk bei mir: „Des hauma glei!“

Oiso bin i zuwegaunge,
und sog zu eahm: „Foah oh, du launga
Lulatsch, owa ziemlich schnöö,
wäu sunst gibt’s an Muartsbahöö!“

Da Launge – er steht jo verkehrt –
tuat, ois ob er goar nix heart.
I maan der is aa bissl deppert
und dass’s jetzt glei aa bisserl scheppert.

Oiso red i eahm no amoi au.
I sog zu eahm: „Mei guater Mau,
des do is aa Klassefrau,
de faungt mit an wia dir nix au.”

Drauf draht si da Launge um
und sogt: „Du bist a bisserl dumm,
waunst di net schleichst bist glei marod,
oder vielleicht sogoa Tod!“

Drauf sog I: „Du launga Schuft,
di zerreiss i in da Luft.
Mit deina Läng, und jetzt bist baff,
schaust jo aus wia aa Giraff.
Schau, dass’d hamkummst in dein Zoo,
i glaub du gehst durt eh scho oh.“

Drauf hot da Launga nix mehr g’sogt.
er hot mi glei bein Kragl pockt
und mi daun über’d Pudl g’haut.
Do hob i gschrian. Owa net laut.

Glei bin i auf de Pudl gsprunga,
hob a Dopplerfloschn g’numma
und hob de fost no volle Floschn
den Laungan übern Schädl droschn.

Des Opfer woar sofurt valat
und mocht sie auf’n Boden braat.
Do hear i de Blonde lochn:
“Der Trottl hot den foischn troffen.”

Und wirkli, unten neb’n da Pudl
liegt mei bester Freind, da Rudl.
Lieb Rudilein verzeihe mir,
i zoih des nächste moi aa Bier.

Kaum hob i mein Schock verdaut
hob i mi auf den Laungan g’haut.
I hau eahm zwa drei in de Goschn,
und hob eahm fürchterlich verdroschen.

Mia haum uns daun aum Boden g’wutzelt,
und i hob scho ziemlich zutzelt.
Wäu i hob an Zahn verschluckt,
den aundern hob i eh ausg’spuckt.

Den Laungan hob i in’ d Nosn biss’n
und eahm des hoibe Ohr wegg’riss’n.
Daun is ma plötzlich schwummrig wur’n
und i hob den Kaumpf valurn.

Wiar i wieda munter wia,
kummt da Launge mit zwa Bier,
und sogt zu mir: „Mein guata Mau,,
du bist aa Bursch, jetzt stess ma au.“

Daun haumma a poar Bierli trungen,
haum aa poar scheene Liadln g’sungen.
De Blonde de woa uns zwa wurscht,
wäu wichtiger is do der Durscht.
 

 





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