"Was ist ein Problemhund?"
Leseprobe aus dem Buch
"Erfolgreich zum Problemhund - Ein tiefschwarzer Ratgeber"

von Richard Lux-Rubenser

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Was ist ein Problemhund?
Nach einer Definition der Verhaltensforschung ist ein Hund dann ein Problemhund wenn er ein Verhalten zeigt, das für einen Hund nicht adäquat ist. Beispielsweise ein fliegender Hund. Warum aber sollte ein fliegender Hund ein Problemhund sein? Ich finde die Frage der Landetechnik doch wesentlich entscheidender und ….. problematischer.
Die zweite Möglichkeit laut Verhaltensforschung zum Problemhund zu werden besteht darin, ein artadäquates Verhalten in derartig extremer Ausprägung auszuführen, dass es für den Hund zum Problem wird. Ziehen wir als Beispiel das Fressen heran. Fressen ist ein ganz normales Verhalten für jeden Hund. Frisst er jedoch so viel, dass ein Ball neben ihm wie ein Strich aussieht, so ist er für einen Verhaltensforscher ein Problemhund. Viele Hundebesitzer - vorwiegend ältere Damen - sind da offensichtlich absolut anderer Meinung.

Warum ist der Begriff „Problemhund“ aber so schwer zu definieren?
Lassen sie mich dazu einmal wert- und vorurteilsfrei Stellung nehmen:
ein Problemhund ist sicher kein Massenprodukt. Er ist vielmehr eine exklusive Angelegenheit - ein Einzelstück, ein Unikat. Jedes Exemplar ist anders. Normale Hunde sind wie Eier. Eines gleicht dem Anderen. Problemhunde sind wie Fabergé-Eier. Keines gleicht dem Anderen. So wie jedes Fabergé-Ei ist auch jeder Problemhund einzigartig. Einzigartig in seinem Verhalten, seinem Aussehen und…… besonders einzigartig in seinen….. Problemen.
Es ist NICHT egal, ob man einen Vierbeiner besitzt, der die Einrichtung zerstört, oder ob man einen Hund hat, der die Nachbarn beisst. Beides sind wunderbare Psychopaten, aber die Reaktionen der Umwelt darauf sind grundverschieden. Während der Besitzer des Wohnungszerstörers vermutlich von den meisten Mitmenschen bemitleidet wird - kein Wunder, er ist ja wirklich eine arme Sau - der Hund zerlegt ihm ja regelmäßig die gesamte Einrichtung, wird der Besitzer des bissigen Hundes gemieden, geächtet, angefeindet und gehasst. Wer will auch schon mit jemandem zu tun haben der grinsend daneben steht während sich sein Hund in unser Hinterteil verbeißt. Der wird auch nicht sympathischer, wenn er anschließend die Rettung ruft und einem noch die Visitenkarte eines erstklassigen Schneiders in die Hand drückt, während man (bäuchlings) auf einer Bahre liegt.
Es ist also nicht jeder kleine Spleen jedermanns Sache. Denn der eine will bemitleidet und der andere will gehasst werden.
Der große Vorteil an einem - gelinde gesagt - verhaltensauffälligen Vierbeiner ist die Tatsache, dass man sich als Hundebesitzer seinen Problemhund selbst gestalten kann. Man ist keineswegs auf einen Züchter oder einen Tierhändler angewiesen. Wobei natürlich die Auswahl des richtigen Welpen hier schon hilfreich sein kann - dazu aber später mehr.
 

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