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"Was ist ein Problemhund?"
Leseprobe aus dem Buch
"Erfolgreich zum Problemhund - Ein tiefschwarzer Ratgeber"
von Richard Lux-Rubenser
- Seite 1 von 3 -
Was ist ein Problemhund?
Nach einer Definition der Verhaltensforschung ist ein Hund dann ein
Problemhund wenn er ein Verhalten zeigt, das für einen Hund nicht adäquat
ist. Beispielsweise ein fliegender Hund. Warum aber sollte ein fliegender
Hund ein Problemhund sein? Ich finde die Frage der Landetechnik doch
wesentlich entscheidender und ….. problematischer.
Die zweite Möglichkeit laut Verhaltensforschung zum Problemhund zu werden
besteht darin, ein artadäquates Verhalten in derartig extremer Ausprägung
auszuführen, dass es für den Hund zum Problem wird. Ziehen wir als Beispiel
das Fressen heran. Fressen ist ein ganz normales Verhalten für jeden Hund.
Frisst er jedoch so viel, dass ein Ball neben ihm wie ein Strich aussieht,
so ist er für einen Verhaltensforscher ein Problemhund. Viele Hundebesitzer
- vorwiegend ältere Damen - sind da offensichtlich absolut anderer Meinung.
Warum ist der Begriff „Problemhund“ aber so schwer zu definieren?
Lassen sie mich dazu einmal wert- und vorurteilsfrei Stellung nehmen:
ein Problemhund ist sicher kein Massenprodukt. Er ist vielmehr eine
exklusive Angelegenheit - ein Einzelstück, ein Unikat. Jedes Exemplar ist
anders. Normale Hunde sind wie Eier. Eines gleicht dem Anderen. Problemhunde
sind wie Fabergé-Eier. Keines gleicht dem Anderen. So wie jedes Fabergé-Ei
ist auch jeder Problemhund einzigartig. Einzigartig in seinem Verhalten,
seinem Aussehen und…… besonders einzigartig in seinen….. Problemen.
Es ist NICHT egal, ob man einen Vierbeiner besitzt, der die Einrichtung
zerstört, oder ob man einen Hund hat, der die Nachbarn beisst. Beides sind
wunderbare Psychopaten, aber die Reaktionen der Umwelt darauf sind
grundverschieden. Während der Besitzer des Wohnungszerstörers vermutlich von
den meisten Mitmenschen bemitleidet wird - kein Wunder, er ist ja wirklich
eine arme Sau - der Hund zerlegt ihm ja regelmäßig die gesamte Einrichtung,
wird der Besitzer des bissigen Hundes gemieden, geächtet, angefeindet und
gehasst. Wer will auch schon mit jemandem zu tun haben der grinsend daneben
steht während sich sein Hund in unser Hinterteil verbeißt. Der wird auch
nicht sympathischer, wenn er anschließend die Rettung ruft und einem noch
die Visitenkarte eines erstklassigen Schneiders in die Hand drückt, während
man (bäuchlings) auf einer Bahre liegt.
Es ist also nicht jeder kleine Spleen jedermanns Sache. Denn der eine will
bemitleidet und der andere will gehasst werden.
Der große Vorteil an einem - gelinde gesagt - verhaltensauffälligen
Vierbeiner ist die Tatsache, dass man sich als Hundebesitzer seinen
Problemhund selbst gestalten kann. Man ist keineswegs auf einen Züchter oder
einen Tierhändler angewiesen. Wobei natürlich die Auswahl des richtigen
Welpen hier schon hilfreich sein kann - dazu aber später mehr.
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