"Ode an die Wiener Polizei-Dienstzeit"
von Isabella Freinhofer

Heiter bis besinnlich

Eines wünschte ich mir so sehr auf Erden
Eine Polizistin mal zu werden.
Eine Aufnahme zur Polizei - konnte ich eines Tages hören
Dass es in Wien war, sollte mich nicht stören.

Im 15. Bezirk gelandet dann –
Da gab es einen sehr gescheiten Mann.
Er mein Wachkommandant da war
Er lehrte uns viel- er war echt wunderbar.

Das Funken, Anhaltungen und auch Anzeigen schreiben
Aber eines musste leider bleiben.
Die Unterschrift die musste von einem Kollegen her-
Doch das störte uns nicht allzu sehr.

Es machte uns nicht viel aus
Denn wir lernten doch daraus.
Einmal sogar mit Sanne und Corri einen Ladendieb verfolgen
Die Kollegen nahmen in fest und wie sie uns lobten!!

Im Winter war es – ich weiß es genau
Schifferl am Kopf und langer Rock so ganz in blau
Das Funkgerät in der Hand das man uns hörte
Der schwere Wintermantel so lang der sehr störte –

Zu dritt liefen wir ihm hinterher
Geschnappt haben wir ihn bitte sehr-
Aber Politesse wollte ich nicht immer bleiben
Immer nur das Zettel schreiben.

Schrieben wir an der Zahl sehr viel
Nein das war sicher nicht mein Ziel.
Sechshauserstrasse auf und ab
Denn die Kurzparkzonenzeit war knapp.

Kreuzung –Schulweg regeln war unser tägliches Brot
Auch den Gürtel – wenn die Ampel waren wieder tot.
Wurde von uns bei Sonnenschein und auch bei regen
Souverän gemeistert es brauchte sich keiner mit uns anzulegen.

Aber irgendwie war das gemein-
Wollte eine richtige Polizistin sein.
Und gerade als ich aufhören wollte
Sich doch mein Traum erfüllen sollte.

Das Schicksal nahm nun seinen Lauf

Sie nahmen weibliche Polizistinnen auf.

Gehört – gelernt und mit viel Elan

Trat ich dann zu Prüfung an.

1 Jahr Schule dann in der Kaserne-

Da lernten wir alle wirklich gerne.

Da herrschte noch Zucht und Sitte

Und an uns Frauen gab es eine Bitte-


Getrennt mussten wir essen gehen-

Dass man die männlichen Schüler nicht konnte sehen!

Auch Respekt den zollte man

Sprach die Lehrer mit SIE noch an.


Vom 15. Bezirk viel gelernt na klar-

War die Prüfung leicht nach diesem Jahr!

Im 10. Bezirk wurde dann Dienst gemacht-

Habe dort eine schöne- traurige -arbeitsame Zeit verbracht.

Ein tolles Team waren wir dort

Einer war für den anderen da, es braucht oft kein Wort!

Die Besatzung der Funkwägen war stets gleich

Ein jeder war stark in seinem Bereich.

Jeder war für jeden da

Unsere Truppe die war wunderbar.

Brenzlige Situationen gab es derer viele

Geiselnahme, Türkendemo und auch Fußballspiele.

Das Fax das rattert um halb vier-

Oje die 8. Res. Kompanie das waren wir-

Und bei den GI Kontrollen – ihr wisst schon was ich meine

Nein – Geheimnisse ausgeplaudert werden keine.

Unser „Abti“ B. der war mit dabei

Bei der Kreuzungsreglerei.

Er ging schon hin zu seinen 60 Jahr
Regelte mit seiner Trillerpfeife noch ganz wunderbar.
Nach der Umstellung sollte er den Kontrollinspektor tragen-

Aber er lies sich von niemand etwas sagen-
Ich bin und bleibe AbtI hier
Die Kekse gehen in Pension mit mir.
Bei Feiern waren alle da oder beim MA48 Platz das ist doch klar

Auch vom KOAT die „goldenen“ Herrn
Waren bei unseren Festen stets sehr gern.
Sie haben stet s zu uns gehalten
Zu den Jungen und den Alten.

Sie kannten uns gut und jeder wusste
Was zu tun ist – was sein musste!!!
Als Schulwachzimmer waren wir auch bekannt
Einen Schüler wir liebevoll „Sempres“ genannt

Da er einem Tennisspieler sehr ähnlich sah,
war unser Schüler leider kein Star.
Bei einem Einsatz wurde er von einer Kugel in den Rücken getroffen
Am Funk zu hören – es waren alle betroffen.

Und ein Kollege der war nicht groß eher klein
Er stürmte in das Haus hinein.
Hat ihn dann heraus getragen-
Mit Tränen in den Augen hörten wir andere leise sagen.

Viele Kollegen sind nicht mehr-
Ja das war oft richtig schwer-
Das doch auch mitzuerleben
Wenn Kollegen sterben sind nicht mehr am Leben.

Ja unser Beruf hat nicht nur ein freundliches Gesicht
Manchmal es einem schon das Herz zerbricht
Viele gingen dann bald fort-
Jeder an einen anderen Ort..

Kärnten, Niederösterreich – Kripokurs, E2a und ab nun
Hatten viele woanders dann zu tun.
In Kontakt sind wir geblieben
Von denen die noch übrigblieben.

Wir philosophieren noch über dies und das
Über Trauriges und was machte damals Spaß.
Der Dienst in Linz so anders war
Nicht schlechter aber sonderbar.

Und wenn hier in Linz so viele klagen
Dann muss ich immer wieder sagen.
Hast du mal in Wien den Dienst geschoben
Wirst du den Dienst in Linz gleich wieder loben.

Alle, die mich kennen wissen-
Die Zeit in Wien möchte ich nie missen. (F.I.)
 

 





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