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"Drogendeal Libanon - Wien"
von Johann Bednar
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Libanon - Wien, eine Reiseroute die uns schon lange im
Magen lag, jede Menge Haschisch kam aus dem Libanon nach Wien und wurde hier
verteilt. Dass Österreichische Dealer mitmischen war uns auch bekannt, aber
bisher waren sämtliche Aktionen die wir gestartet haben ein Schlag ins
Wasser. In der Wiener Szene konnte man den „roten Libanesen“ (Haschisch aus
dem Libanon) in jeder Menge einkaufen. Nahmen wir einige Klein-Dealer fest,
so waren die Antworten die man bekam sehr mager. Hintermänner die an die
Dealer verkauften waren nicht zu fassen. Eines war uns klar, wir mussten den
Flughafen „dicht machen“. Alle Routen aus dem Libanon, auch die
Ausweichrouten welche möglich waren mussten wir „zerlegen“! Überstunden
waren angesagt. „Django“ Rupf, damals noch Major war der Boss. Ich höre noch
heute seine Worte: „Die Vögel müssen geschnappt werden, koste es was es
wolle“.
18.Jänner 1980, wie streunende Hunde machten wir den Flughafen unsicher.
Seit 05.30 Uhr, waren wir schon im Einsatz, jetzt war es bald 20.00 Uhr.
Kurt R. mein Kollege stöhnte schon, als wir vermutlich den 100. Passagier
filzten und die Koffer auseinander nahmen. Nichts, rein gar nichts kam
zutage. Schmutzige Unterwäsche eine Stange geschmuggelte Zigaretten die uns
nicht sonderlich interessierten war die Beute. Die Durchsage im
Lautsprecher: „Landung der Lufthansa aus Frankfurt“! Nun, die Maschine
nehmen wir uns noch zur Brust und dann ab zum „Tscherwie“, so nannten wir
das Lokal „Tscherwenka“ in der Ankunftshalle. Die Luft am „Airport“ ist
trocken und uns hängte die Zunge schon bis zum Bauchnabel.
Die Passagiere des LH-Fluges strömten in die Halle. Ein Linienflug,
durchwegs Geschäftsleute. Unser „Dienstblick“ war schon ein wenig müde doch
dann gab es uns einen Riss! Ein junger schlanker Mann, dunkles Haar,
Oberlippenbart, gepflegt und südländischer Typ schlenderte durch die Halle
zum Förderband. Der kleine Koffer in seiner Hand machte ihn zum
erfolgreichen Geschäftsmann! Wir teilten uns, Kurt nahm die eine Seite des
Förderbandes und ich die andere in Angriff. Wir klebten dem Typen auf den
Fersen wie Wildhunde die eine heiße Fährte aufgenommen haben. Wir checkten
ab, dass der Mann alleine war, keine Begleitperson die in unser Schema
passen würde. Das Förderband lief an, Koffer für Koffer kamen zum Vorschein.
Viele waren es nicht, Geschäftsleute! Die hatten meistens nur Handkoffer bei
sich. Ein großer schwarzer Hartschalenkoffer stach uns ins Auge. Wem würde
er gehören? Unser junger „Typ“ griff lässig nach dem Koffer. Der Bursche
ging beinahe in die Knie als er den Koffer vom Band hob. An einen
Gepäckwagen hatte er nicht gedacht!
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