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"Der Goldraub von Heathrow?"
von Johann Bednar
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Gemütlichkeit im Büro, die Beine hochgelagert, R. Kurt,
N. Karl, H. Bertl und ich nuckelten an den Bierdosen herum und irgendwie war
uns ein wenig „fad im Schädel“, es wurde auch allerhand Blödsinn gequatscht.
Ein Luftangriff von irgendwelchen Suchtgiftschmugglern war nicht zu erwarten.
Nur das Telefon störte das muntere Geplauder.
Der Wachhabende rief an, dass uns ein Mann unbedingt sprechen wollte. Na gut,
rauf mit ihm! Eine V-Person mit der wir schon seit Jahren in Kontakt waren,
stand in der Tür. 40 Jahre, braungebrannt immer bei „Kohle“, elegant wie ein
Mafiosi aus Palermo.
Ein guter Mann, wir hatten schon etliche „Hacken“ bearbeitet die er uns
geliefert hat (er war der V-Mann von Rupf). Dass ich hier seinen Namen nicht
nenne, versteht sich natürlich von selbst und ich nenne ihn einfach „Alfons“.
Nach den Förmlichkeiten wie "Hallo wie geht’s", schoss es aus ihm heraus!
„Seid ihr an dem Goldraub von England, Heathrow interessiert“? Ruhe!
Wir sahen uns alle an und dachten genau das gleiche: Er spinnt! Alfons sah
uns an, dass wir an seinem Verstand zweifelten und grinste dreckig! "Echt
Burschen, die Goldbarren von England!"
Da aber seine Informationen immer stimmten, wurden unsere Augen immer
größer.
„Wo ist der Django“ fragte Alfons?
Rupf war im Sondergastraum des Flughafens und ich rief ihn an, sagte ihm
worum es gehe. Er fragte mich, ob ich besoffen sei und ich verneinte, eine
Dose Bier hat mich noch nie aus den Schuhen geworfen. Ich komme rüber, meint
er!
Wir hatten unser Büro am Flughafengelände im Sicherheitszentrum und es
dauerte nicht lange, als Rupf erschien. Wir waren alle versammelt und Alfons
legte los!
In einer Sauna in Wien habe er einen gebürtigen Italiener kennen gelernt, der
aber in Österreich lebt. Bei einigen Saunabesuchen und Aufgüssen kam er mit
ihm ins Gespräch und es wurden Erfahrungen ausgetauscht. Erfahrungen die
nicht unbedingt zimmerrein sind, aber so ist es halt nun mal!
Unser Alfons ließ durchblicken dass es ihm an Geld nicht fehle, Geld welches
natürlich mehr oder weniger „zufällig“ in seinen Besitz kam. Auf alle Fälle
machte „Heinrich“ ein Angebot!
Er könne als Geldanlage Goldbarren anbieten, insgesamt 81 kg, ein Kilo Gold
wäre um 180.000 Schilling zu haben. Damals, 1983 wurde ein Kilo Gold in
England um 238.000 Schilling (ohne Mehrwertsteuer versteht sich) gehandelt.
Ein glattes Geschäft meinte Heinrich, da Ware dort Geld. Gold sei doch noch
immer die sicherste Anlage! Alfons war natürlich nicht abgeneigt sich an dem
Geschäft zu beteiligen.
Ein neuer Termin in der Sauna wurde ausgemacht, Alfons wollte noch mit
einigen Interessenten sprechen, wegen der Finanzierung.
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