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"Der Chef und die Kollegen"
von Johann Bednar
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„Django“, wurde der Spitzname von Oberst Alfred RUPF,
jetziger Leiter der Flughafen Kripo und Suchtgiftgruppe. Als ich nach
Schwechat kam, war er noch Oberleutnant und wohnte Wochentags in der
Polizeidirektion Schwechat. Sein langer Weg nach Hause zwang ihn im Hause zu
schlafen. Sein Spitzname wurde ihm im Zuge einer Amtshandlung wo er mit
langem schwarzen Mantel, schwarzem Hut und einer UZI (Maschinenpistole)
unterm Arm mitten auf der Straße stand. Wie ein Westernheld! Irgendein
Pressemann gab den Namen „Django“ zum Besten.
Der Name begleitet ihn bis heute.
Rupf, ein angenehmer Mensch! Ich hatte in den ganzen Jahren seit ich ihn
kenne kein lautes Wort von ihm gehört und verdammt, es gab genug
Möglichkeiten um uns ordentlich den Kopf zu waschen. Er machte dies immer in
seiner ruhigen ausgeglichen Art. Wenn er mal meinte wir wären ein paar
Idioten, so nahm ihm das keiner krumm, denn da hatte er sicherlich Recht.
Ansonsten hatten wir freie Hand bei Rupf. Wir besprachen einen Fall mit ihm
und schon zogen wir los. Als Rupf noch in der Direktion Dienst versah fuhr
er natürlich bei den meisten Amtshandlungen mit, aber mit der Arbeit dann am
Flughafen war seine Bewegungsfreiheit ein wenig eingeschränkt.
Ein Satz von Rupf: „Ein Akt muss nicht dick sein, sondern ein Täter muss
darin stecken“! Er hat damit sicherlich Recht.
Bewundernswert ist auch sein Appetit! Schleppten wir uns nach erledigter
Arbeit noch in ein Lokal oder zu einem Heurigen, dann schmatzte er die
Speisekarte rauf und runter und meinte dann: Was Essen wir jetzt! Keine
Ahnung wo er alles untergebracht hatte. Nun, schlecht schaut er ja nicht
aus.
Auf alle Fälle ist er ein Vorgesetzter denn man sich bei Gott nur wünschen
kann.
Mein langjähriger Weggefährte Kurt R. hatte schon wie erwähnt einige Zeit
vor mir am Gift nebenbei gearbeitet und wir arbeiteten dann einige Zeit
alleine zusammen. Ein sehr guter „Kiebera“, hatte seine Ohren überall und
vor allem er kannte Schwechat wie seine Westentasche. Er war schon bei der
Sicherheitswache in Schwechat, kurze Zeit Hundeführer und kam dann zur
Kripo.
Ich erlaube mir zu sagen dass wir ein super Team waren. Nur wir zwei.
technische Ausrüstung hatten wir 1979-1980 noch einen Dreck, aber unsere
Motivation war damals der Ehrgeiz. Wir fuhren wegen einigen Rauchstücken
Haschisch kreuz und quer. Heute würde man keinen Hund vom Ofen hervorlocken,
wenn ein Informant anruft und mitteilt er wüsste 3 Gramm Haschisch in einer
Wohnung. Damals sprangen wir auf und fuhren los als würde es um unser Leben
gehen. Aber so ändern sich die Zeiten!
Kurt kann man auch als eine richtige „Wildsau“ bezeichnen. Ich erinnere mich
an eine Amtshandlung wo ich als Aufkäufer in Erscheinung trat. Es war
eigentlich dies das erste Mal damals. Es war eine Wohnung in Wien 10. Wir
hatten erfahren dass dort ein Typ Shit verkaufe. Wir hatten eine
Telefonnummer und ich rief dort an und sagte dem Kerl was ich wollte. In
Ordnung komme vorbei meinte er! Wir zwei fuhren also zu der angegebenen
Adresse und ich machte mir mit Kurt aus, dass ich in die Wohnung gehe und er
solle genau nach 15 Minuten nachkommen. OK meinte Kurt, machen wir!
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